Hebammen protestieren auf Social Media für bessere Arbeitsbedingungen

Es ist das erste Mal, dass sich bundesweit Hebammen zum Protest zusammenschließen. Auch Thüringer Hebammen machen mit.

Wichtiger Job mit schlechten Arbeitsbedingungen


Gerade die Vergütung ist ein Problem. "Wir können es uns gar nicht mehr leisten, unseren Beruf auszuüben", berichtet Susann Küpper, Hebamme in Erfurt. "Wir bekommen 40,34 Euro für ein Wochenbettbesuch, vor der Steuer. Da geht einiges ab. Letztendlich kommen wir auf einen Betrag unter dem Mindestlohn", sagt Susann Küpper. Daher ist eine der Hauptforderungen eine faire Vergütung. Seit sieben Jahren habe es keine Anpassung der Leistungsvergütung mehr gegeben, heißt es auf der Instagram-Seite des Hebammenprotestes.

Weniger ausgebildete Kräfte verdrängen Hebammen


Auch ein Problem: es gibt fachfremde Personen, die ihre Leistungen privat anbieten: "Die haben eine einjährige Ausbildung gemacht und können ihre Preise selbst machen", sagt Susann Küpper. "Die haben gar nicht die Kompetenz bei Erkrankungen oder bei schweren Umständen, das kann wirklich gefährlich sein", berichtet die Hebamme. "Das ist ganz frustrierend", sagt sie im LandesWelle Interview. Wenn es so weiter gehe, werden nach Küppers Einschätzung immer mehr Hebammen wegfallen.

Protestwoche 05.-12. Mai


Deswegen gibt es nun die Online-Protestwoche vom 05. Mai (Welthebammentag) bis zum 12. Mai (Muttertag), um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Mehr Infos zu dem Protest finden Sie auf der Website: https://www.hebammenprotest.de/

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