Verdacht auf Schwarzarbeit: Verdächtige sollen 1,6 Millionen Euro hinterzogen haben

Rund 350 Beamtinnen und Beamte des Zolls durchsuchen laut bericht der Polizei seit dem Dienstag Vormittag im Auftrag der Staatsanwaltschaft Erfurt insgesamt 24 Objekte (Wohn- und Geschäftsräume sowie Baustellen) in Thüringen, Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen und Sachsen.

Die Maßnahmen richten sich gegen vier Beschuldigte, die im Rahmen von mutmaßlich unzulässiger Arbeitnehmerentsendung Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von schätzungsweise 1,6 Millionen Euro vorenthalten haben sollen. Der Schwerpunkt der Durchsuchungsmaßnahmen liegt in Erfurt.

Gegen mehrere Personen liegen Haftbefehle vor, von denen zwei bereits am Vormittag vollstreckt wurden.

Den Beschuldigten im Alter von 42, 43 und 46 Jahren wird das bandenmäßige Vorenthalten und Veruntreuen von Sozialversicherungsbeiträgen und die illegale Beschaffung von Aufenthaltstiteln vorgeworfen. Ein 33-Jähriger wird der Beihilfe beschuldigt.

Sie sollen ausländische Arbeitnehmer auf Baustellen mit Elektromontagearbeiten beschäftigt haben, ohne sie zur Sozialversicherung angemeldet und für sie Sozialversicherungsbeiträge gezahlt zu haben. Hierzu sollen die Beschuldigten über die Entsendefähigkeit eines in Bosnien und Herzegowina sitzenden Unternehmens getäuscht haben.

Im Rahmen der Durchsuchungen stellten die Beamtinnen und Beamten bereits umfangreiche Beweismittel sicher, darunter auch Computer und Smartphones. Im Fokus der Ermittler stehen heute auch zeugenschaftliche Vernehmungen der ausländischen Arbeitnehmer auf den jeweiligen Baustellen.

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