Müll in Parks ist vielerorts Problem

Müllsünder verschmutzen regelmäßig Parks und öffentliche Plätze. In Erfurt bleibt trotz regelmäßiger Reinigung und Leerung der Abfallbehälter, insbesondere in der warmen Jahreszeit viel Müll liegen. Gedankenlosigkeit und Nachlässigkeit sind die Hauptursachen, sagt die Stadt.

Der Lust der Erfurter, bei schönem Wetter, Aktivitäten ins Freie zu verlagern, folgen achtlos weggeworfene Tüten und Verpackungen in Grünanlagen und Parks, sagt Stadtsprecherin Sybille Glaubrecht. Zu oft entsorgen sie Abfälle nicht in die dafür vorgesehenen Behälter. Nicht selten seien auch Speisereste dabei. Besonders augenfällig sei das Müllproblematik im "Hirschgarten", rund um die Krämerbrücke und das "Venedig", im Brühler Garten, im Nordpark und im Dendrologischen Garten. Innerhalb der letzten acht Jahre sei der jährliche Müll in Grünanlagen von 117 auf 157 Tonnen angewachsen - also 40 Tonnen mehr.

Weimar hat das Problem weitgehend im Griff, heißt es von einer Stadtsprecherin. Es seien genug Papierkörben vorhanden und diese werden bis zu zweimal am Tag geleert. Allerdings wird in der Innenstadt, die auch bei Touristen sehr beliebt ist, das Gesamtbild zunehmend durch Zigarettenkippen und Papier verschandelt, hieß es von einer Stadtsprecherin. 

In Gotha sind es dagegen aufgerissene Müllsäcke und Hausmüll, der in Papierkörben entleert wird. Mehr Papierkörbe seien keine Lösung. Gotha setzt deshalb nach eigenen Angaben auf mehr Aufklärung sowie Frühjahrsputz und ehrenamtliche Einsätze, bei denen die Einwohner selbst mit anpacken. 

Und auch Eisenach kämpft immer mehr mit Abfällen, die achtlos weggeworfen oder illegal entsorgt werden. Besonders betroffen seien Ausflugsziele wie die Hohe Sonne, das Burschenschaftsdenkmal, Drachenschlucht, Mariental und der Frauenplan in der Altstadt. Eisenach versucht mit einem Runden Tisch "Saubere Stadt" ihre Bürger für das Thema Müll zu sensibilisieren. Denn mehr Müll bedeutet mehr Kosten: 70 000 Euro zusätzlich hat die Stadt letztes Jahr für Müllbeseitigung ausgeben müssen. Das waren laut Walter 32 Tonnen Haus- und Sperrmüll, 226 Autoreifen, rund 300 Kilogramm gefährliche Abfälle wie Lösungsmittel, Lacke, Farben, Klebstoffe und zehn Autos. Allein in den Grünanlagen wurden 13 Tonnen Unrat beseitigt.

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