Ein Tümpel für den Froschkönig

Das Projekt „Ein Tümpel für den Froschkönig“ ist jetzt ausgezeichnet worden. Offiziell wurde es als Projekt der UN-Dekade für biologische Vielfalt anerkannt – ein Ritterschlag sozusagen, wenn es darum geht, in Tier- und Pflanzenwelt die Artenvielfalt zu erhalten und zu mehren. Der Ort Trusetal im Kreis Schmalkalden-Meiningen spielt da eine besondere Rolle.  

Im Fokus steht dabei ein Teich, der erst im letzten Jahr angelegt wurde – ein „Tümpel für den Froschkönig“ sozusagen. Das Gewässer auf einem ehemaligen Bergbaugelände ist Teil eines landesweiten Projektes zum Artenschutz. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Thüringen schafft damit neue Lebensräume für Laubfrosch und Geburtshelferkröte. 2011 war die vom Aussterben bedrohte Art ganz in der Nähe bei einer Kartierung entdeckt worden. „Es gibt immer weniger Feuchtgebiete“, sagt Thomas Wey vom BUND. Er betreut das Projekt. Wo früher vielerorts Sumpfgebiet war, seien die Flächen vielfach trockengelegt worden, um sie zum Beispiel landwirtschaftlich zu nutzen. Also keine guten Bedingungen für Laubfrosch & Co – deshalb also dieses Projekt. 

Das Projekt wird aber auch in weiteren Regionen in ganz Thüringen durchgeführt: in den Teichgebieten bei Ebeleben im Kyffhäuserkreis beispielsweise und in Neustadt / Orla in Ostthüringen. Von Mai 2013 bis April 2015 wurde eine erste Projektphase erfolgreich durchgeführt. Es konnten sechs Teiche entschlammt, fünf Gewässer neu angelegt und mit Unterstützung von Freiwilligen zudem 20 Gewässer freigeschnitten werden. Die erfolgreiche Arbeit wird bis 2019 fortgesetzt.

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