Großbrand Bothenheilingen: Evakuierungen nach Fund weiterer Gasflasche

Nach dem Großbrand und einer Gasexplosion in Bothenheilingen im Unstrut-Hainich-Kreis am Montag ist die Gefahr am Dienstag noch nicht gebannt. Wegen des Funds einer weiteren Gasflasche in einem Wohnhaus mussten am Montagabend etwa 30 Menschen ihre Häuser verlassen, wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte. In dem Haus war am Vortag bereits eine Gasflasche explodiert. "Die Gasflasche wird gekühlt und Experten beraten, wie diese am besten gesichert werden kann", sagte eine Sprecherin auf Anfrage.

Zudem sei die Feuerwehr noch immer mit dem Löschen einiger Glutnester beschäftigt. Die eigentlichen Brände seien aber unter Kontrolle.

Mittlerweile wurden auch ein offizielles Spendenkonto und private Spendenaktionen eingerichtet, um die Familien zu unterstützen, die im Feuer Hab und Gut und Heim verloren haben. 

Feuer griff am Montag um sich 


Am frühen Montagnachmittag war in einer Tischlerei im Ortskern von Bothenheilingen bei einer Verpuffung ein Feuer ausgebrochen. Laut Polizei hatten die Flammen schnell auf zwei weitere Gebäude übergegriffen - eins davon soll völlig ausgebrannt sein, bei einem weiteren Hof konnte wenigstens ein Übergreifen des Feuers auf das Wohngebäude verhindert werden.
Weiterhin ist auf dem Grundstück eines der Wohnhäuser ein Gasbehälter explodiert. Sechs Menschen wurden leicht verletzt. Der Sachschaden liegt bei mehreren Millionen Euro.

Löschwasserversorgung kritisch


Die Löschwasserversorgung erwies sich aufgrund der anhaltenden Trockenheit als äußerst kritisch. Landwirte aus der Region waren aufgerufen, Löschwasser in den Ort zu bringen. Dem seien laut Polizei viele nachgekommen, auch seien die Einsatzkräfte von den Anwohnern vor Ort mit Getränken und Essen versorgt worden. 

Die Häuser rund um den Einsatzort wurden vorsorglich evakuiert. Autofahrer waren aufgerufen, das Gebiet weiträumig zu umfahren. 

Polizei sucht Fotos und Videomaterial


Die Polizei ruft Anwohner und Zeugen dazu auf, Videomaterial und Fotos zur Verfügung zu stellen, die zum Zeitpunkt der beiden Brände entstanden sind. Wer Aufnahmen hat, kann sich unter der Telefonnummer 03631 / 961503 an die Pressestelle der Polizei wenden.

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