Nach Angriff auf Journalisten - Kritik an Ermittlungen

Zwei Journalisten sind im Eichsfeld am Sonntag Opfer eines Neonazi-Angriffs geworden. Die beiden mutmaßlichen Täter, von denen es sogar Fotos geben soll, sind immer noch auf freiem Fuß. Dafür ernten die Ermittler Kritik - auch von der Opferberatung Ezra. 

Die Journalisten hatten im Heimatort des NPD-Funktionärs Thorsten Heise recherchiert und auch Fotos von seinem Grundstück gemacht. Danach wurden sie von zwei 24-jährigen Männern verfolgt und brutal mit einem Baseball-Schläger und einem Schraubenschlüssel angegriffen. Außerdem haben die Männer die Fotoausrüstung der Journalisten mitgehen lassen und deren Auto demoliert. Eine Anzeige wegen schweren Raubes und versuchter Tötung ist schon bei der Staatsanwaltschaft eingegangen. Für die Opferberatung Ezra ist es daher unbegreiflich, dass gegen die beiden Angreifer aus der rechten Szene immer noch kein Haftbefehl erlassen wurde. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft hat dazu erklärt, dass derzeit noch die Identität der Männer geprüft werden muss und bisher noch kein dringender Tatverdacht vorliege. Die Polizei sucht weiter nach Zeugen, die den Angriff beobachtet haben.

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