Wodka Prozess unterbrochen

Der Mühlhäuser Prozess um mutmaßlichen Steuerbetrug mit Wodka wird gleich nach Beginn unterbrochen. Es gibt Bedenken wegen eines Richters. Er soll ein alter Freund des Angeklagten sein.

Die Verteidigung hat gleich nach Verlesung der Anklage Befangenheitsanträge gestellt. Aus Sicht der Anwälte kann einer der Richter als Freund des Angeklagten nicht objektiv entscheiden. Beide hätten sich 2008 bis 2014 immer wieder bei Feten und Familienfeiern getroffen. Die Freundinnen der beiden Männer kannten sich, und so haben auch sie sich zwangsläufig kennengelernt. Auch über das aktuelle Prozessthema sollen sich die beiden unterhalten haben, da schon seit 2011 dazu Ermittlungen laufen. Angeklagt ist noch ein weiterer Mann aus dem Eichsfeld. Als Gesellschafter eines Branntweinlagers in Leinefelde sollen sie 1,6 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben. Sie haben der Anklage zufolge hunderttausende Liter reinen Alkohol am Fiskus vorbei in den Handel gebracht haben. Das Finanzamt habe jedoch nur Steuern für 1200 Liter reinen Alkohol erhalten.Der Prozess wird nächste Woche fortgesetzt. Bis dahin soll über die Zweifel an der Unabhängigkeit des Richters entschieden werden.

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