WLAN auf dem Inselsberg

Auf dem dem großen Inselsberg gibt es jetzt kostenloses WLAN. Besser gesagt auf dem Aussichtturm. Von dem 916 m hohen Berg zwischen Bad Tabarz und Brotterode aus sollen so zum Beispiel auf dem schnellsten Weg Aussichtsbilder verschickt oder gepostet werden können. 

Natürlich soll das Ganze auch mehr Besucher anlocken. Und auch die Paare, die sich hier im höchsten Trauzimmer Thüringens das Ja-Wort geben, können ihre Fotos sofort übers Netz verschicken. Doch das ist nicht der einzige Grund für den kostenfreien Internetzugang vom Turm aus. Wie uns der Bad Tabarzer Kuramtsleiter Marcel Wedow gesagt hat, will man mehr und mehr auch Firmen ansprechen, die in Zukunft in den Aussichtsturm zu Workshops einladen. In so einer atemberaubenden Kulisse mit Fernsicht könnte schließlich die ein oder andere Idee entwickelt werden. So hat es auch schon Existenzgründertreffen auf dem Inselsberg gegeben.

Die Bedingungen für Seminare und Trauungen haben sich in letzter Zeit deutlich verbessert. Seit drei Wochen gibt es im Turm nun auch eine Heizung, sanitäre Anlagen und eine Küche. All das hatte vorher gefehlt. Trauungen konnten deshalb bisher erst ab April oder Mai stattfinden, jetzt geht das das ganze Jahr über. Die erste Anmeldung gibt es schon für Ende des Monats.

Doch neben Seminaren, Trauungen und ganz abgesehen von der tollen Aussicht lohnt sich ein Aufstieg. Zwei Ausstellungen gibt es aktuell auf dem Inselsberg. Die eine widmet sich der Rückkehr des Wolfes, die andere dem Wintersport. In Sachen Wintersport hat die Region schließlich eine lange Tradition. Wedow hofft, dass diese Ausstellung durch weitere Exponate nach und nach ausgebaut werden kann. Im April wird Skisprunglegende Jens Weißflog in Bad Tabarz zu Gast sein. Dann soll der Olympiasieger und Weltmeister sich nicht nur in das Goldene Buch von Bad Tabarz eintragen, sondern auch die Wintersportausstellung besuchen. Im kommenden Jahr sind außerdem zwei weitere Ausstellungen geplant. Zum einen geht es dabei um den Geopark, zu dem die Inselsbergregion gehört. Zum anderen wird der Naturpark Thüringer Wald sich hier vorstellen. Das soll weitere Besucher anziehen. Bislang haben seit der Eröffnung vor knapp 3 Jahren rund 85.000 Gäste den Turm bestiegen.

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