Vorwürfe gegen Hausarzt aus Weimarer Land

Die Landesärztekammer prüft Vorwürfe wegen fragwürdiger Heilmethoden gegen einen Hausarzt aus dem Weimarer Land. Der Mediziner, der eine naturheilkundlich orientierte Praxis betreibt, soll Patienten ein ätzend wirkendes Chlordioxidgemisch zur Behandlung empfohlen und verkauft haben.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung und Verbraucherschützer warnen vor dem Einsatz des Mittels MMS. Der Arzt werde im Zuge eines berufsrechtlichen Verfahrens zunächst zur Stellungnahme aufgefordert, sagte eine Kammersprecherin. Auslöser der Prüfung ist eine Sendung des ARD-Politmagazins «Kontraste», in der ein Fernsehteam den Arzt unter anderem bei einer verdeckten Recherche in dessen Praxis beobachtet hatte. Dabei empfahl er einer Testpatientin das Mittel zur Autismus-Behandlung bei deren Sohn und verkaufte ihr es. Parallel zur berufsrechtlichen Prüfung würden unter anderem Staatsanwaltschaft und Kassenärztliche Vereinigung informiert, sagte die Kammersprecherin. Die Landesärztekammer ist für die Berufsaufsicht über die Thüringer Ärzte in Praxen und Krankenhäusern zuständig.

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