Taubert führt SPD Thüringen

Die stellvertretende Parteichefin und Finanzministerin Heike Taubert soll nach dem Rücktritt von Andreas Bausewein Thüringens SPD bis zur Neuwahl führen. Das hat der geschäftsführende Vorstand gestern einstimmig beschlossen, sagte Bausewein nach der Sitzung. Taubert sei eine erfahrene Politikerin und seit fast 20 Jahren Vize der Thüringer SPD.

Der neue Vorsitzende soll voraussichtlich im Juni auf einem außerordentlichen Parteitag in Sömmerda gewählt werden, bei dem auch eine neue Satzung diskutiert werden soll. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird wohl Innenminister Georg Maier den Posten übernehmen. Der Landesvorstand werde den 50-Jährigen als neuen SPD-Chef vorschlagen, Maier selbst habe bereits Interesse bekundet, hieß es aus Parteikreisen. Bausewein hatte Maier im Oktober bereits als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2019 vorgeschlagen.

Der scheidende SPD-Chef hatte kurz vor dem Jahreswechsel angekündigt, sein Amt niederzulegen. Er wolle sich voll und ganz auf seine Arbeit als Oberbürgermeister der Stadt Erfurt konzentrieren. Der 44-Jährige stand seit dem Debakel seiner Partei nach der Landtagswahl 2014 an der Spitze der SPD. Er werde das Amt in der kommenden Woche an Taubert übergeben, sagte er am Dienstag.

Taubert sagte, sie strebe nicht das Amt der Vorsitzenden an. Sie bedauerte, dass Bausewein diese Konsequenz für sich gezogen habe, könne sie aber nachvollziehen. Für die Übergangslösung sei der geschäftsführende Vorstand davon ausgegangen, dass sie als Ministerin in Erfurt bestens vernetzt sei. Die Partei stehe vor Herausforderungen: Die Klausur im Januar müsse ebenso vorbereitet werden wie die Kommunalwahlen im Frühjahr und der Thüringer Parteitag im Juni.

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