Tafel Saalfeld fordert Unterstützung von Politik

Nachdem die Essener Tafel beschlossen hat, vorerst keine bedürftigen Ausländer mehr aufzunehmen, ist deutschlandweit eine hitzige Debatte entbrannt. Sogar Bundespräsident Frank Walther Steinmeier hat sich eingeschaltet. Auch bei uns in Südthüringen wird das Thema diskutiert. Jetzt hat sich auch die Tafel aus Saalfeld zu Wort gemeldet.

Vereinsvorsitzender Jürgen Brengel sieht vor allem Handlungsbedarf und Kritik bei der Politik. Er wünscht sich, dass die Bundesregierung die Arbeit der Tafeln stärker unterstützt. Dafür gäbe es laut ihm gleich mehrere Möglichkeiten. Mehr Lebensmittel wäre zum Beispiel eine -  dann würde es auch nicht zu Engpässen und Diskussionen wie in Essen kommen. Auch bräuchten die Tafeln mehr Mitarbeiter, weiß Brengel. Bei den Tafeln sind zum Großteil ehrenamtliche Mitarbeiter, hin und wieder unterstützt von jungen Menschen im Bundesfreiwilligendienst. In Saalfeld wünscht man sich deshalb mehr ABM-Kräfte. 

Anstellen darf sich in Saalfeld jeder, der bedürftig ist und das mit einem sogenannten Tafel-Pass auch nachweisen kann. Alle, die einen Pass haben, werden gleich behandelt - egal ob Flüchtling oder Einheimischer. Wer sich nicht an die Spielregeln hält, dem kann der Pass aber entzogen werden. Aktuell sind gut 1500 Tafel-Pässe im Umlauf, 380 davon wurden an ausländische Personen herausgegeben.

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