Schornstein in Zella-Mehlis wird gesprengt

Wenn Neues entsteht, muss oft Altes weichen. So ist es auch in Zella-Mehlis. Hier wird jetzt das Gewerbegebiet Hollandsmühle entwickelt. Der Industrie-Altstandort wird wieder fit gemacht. Morgen nun wird der Schornstein fallen. 

Der Schornstein auf dem künftigen Gewerbegebiet „Hollandsmühle“ muss weichen. Das 40 m hohe Bauwerk wird gesprengt.  Morgen um 14 Uhr ist es soweit. Sprengmeister Martin Hopfe wird die Sache übernehmen und hat schon alles vorbereitet. Zum Einsatz kommt „Gelantinöser Amonsalpetersprengstoff“ – genannt auch Eurodyn 2000, hat uns Andrea Voigt von der Stadtverwaltung Zella-Mehlis erklärt.  

Die Anwohner müssen sich auf  Einschränkungen einstellen. Sicherheit geht schließlich vor. Es werden zum Beispiel der neue Teil des Waldfriedhofs morgen ganztägig und der übrige Waldfriedhof zeitweise gesperrt. Unmittelbar vor der Sprengung werden außerdem die Waldwege im Bereich zwischen Gewerbegebiet und Waldfriedhof nicht begehbar sein – und das wird auch kontrolliert. Eine kurzzeitige Sperrung der Heinrich-Ehrhardt-Straße wird es voraussichtlich aber nicht geben, hieß es aus der Stadtverwaltung. Die unmittelbar betroffenen Anwohner sind aber auch schon im Vorfeld darüber informiert worden, welche Maßnahmen sie zur eigenen Sicherheit ergreifen sollten.

Der Schornstein wurde vor und 40 Jahren gebaut und hat zur damaligen Baumechanik gehört. Er ist komplett aus Stahlbeton. Auch wenn für manch einen sicher ein wenig Wehmut dabei ist, gibt es viele Zella-Mehliser, die sogar bei der Sprengung mit dabei sein wollen. Das weiß man auch in der Stadtverwaltung. Sie empfiehlt für alle Schaulustigen den Wanderparkplatz im Lubenbachtal sowie den Pendlerparkplatz an der Heinrich-Ehrhardt-Straße/Ecke Sternbergstraße. Hier ist die Aussicht gut, wenn man die Sprengung beobachten will. 

Das neue Gewerbegebiet Hollandsmühle wird entwickelt, weil es derzeit keine freien Flächen mehr für Gewerbe im Stadtgebiet gibt. Investoren stehen schon in den Startlöchern. Deshalb soll das rund 4 Hektar große Gelände auch so schnell wie möglich von der alten Bausubstanz befreit werden. 

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