Problem Plastik

Gegenstände aus Plastik haben in unserem Alltag einen festen Platz und sind oft nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile ist Plastik aber auch dort, wo wir es gar nicht vermuten, zum Beispiel im Fisch. In den Weltmeeren gibt es riesige Strudel aus Plastikmüll. Und der zerfällt letztendlich in kleinste Teilchen, wird von den Tieren im Meer gefressen und landet so über Fisch und andere Meerestiere auf unseren Tellern.

Aber auch andere Nahrungsmittel, die mit Plastik in Berührung kommen, können Inhaltsstoffe aus Plastik aufnehmen. Besonders bei fettigen oder säurehaltigen Nahrungsmittel ist das der Fall. Erste Inhaltsstoffe wie der Weichmacher BPA gelten als schädlich, was manch andere Stoffe anrichten, ist noch gar nicht klar.

Problem Mikroplastik

Sich pflegen und hübsch machen gehört für fast jede Frau zum täglichen Programm. Allerdings lauert hier auch eine Gefahr in den ganzen Tuben. Mikroplastik! Kleinste Plastikteilchen, fest, unlöslich und kleiner als fünf Millimeter. Was sie anrichten alles anrichten können - weiß niemand.

Besonders gern wird Mikroplastik in Peelings eingesetzt, damit die Hautschüppchen auch wirklich abgeschmirgelt werden. Für die Umwelt ist das allerdings ein Problem. Denn diese winzigen Plastikteilchen gelangen über das Wasser in unsere Flüsse und Meere. Am Ende wird das Mikroplastik von allen im Meer lebenden Tieren gefressen, es zieht Umweltgifte an und kann nicht wieder entfernt werden. Es wurde bereits in Fischen nachgewiesen, und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir es in uns haben.

Plastik - ein Müllproblem

Jeder Deutsche produziert jährlich gut 454 Kilogramm Haushaltsabfall. Davon sind die Hälfte Haus- und Sperrmüll. Die andere Hälfte besteht aus recyclebaren Wertstoffen wie Glas, Papier, Verpackungen und Bioabfall sowie Sondermüll. Und wie viel Müll verbraucht der Thüringer.

Die Thüringer haben 2016 mehr Müll produziert als im Vorjahr. Im Durchschnitt produzierten Sie rund 420 Kilogramm Haushaltsabfälle pro Kopf. Laut Thüringer Landesamt für Statistik ist das ein Anstieg um 15 Kilogramm im Vergleich zu 2015. Die Entsorgungsbetriebe sammelten landesweit rund 911.000 Tonnen Müll ein - und damit etwa 27.000 Tonnen mehr als im letzten Jahr. Diese Zunahme führen die Statistiker vor allem darauf zurück, dass die Thüringer mehr Pflanzenabfälle wegwerfen. Und das hat einen Grund. Bis vor knapp zwei Jahren war es in Thüringen noch erlaubt, Pflanzenabfälle an bestimmten Tagen zu verbrennen. Diese Brenntage wurden zum Januar 2016 landesweit abgeschafft. Von 16 Bundesländern liegt Thüringen auf dem vierten Platz mit einer Pro-Kopf-Quote von 407 Kilogramm Müll im Jahr.

Restlos Bistro in Erfurt

Im Restlos Bistro in der Erfurter Markstraße steht der Umweltgedanke im Mittelpunkt. Weniger Müll, weniger Reste, weniger Ressourcenverschwendung. Ein ausführliches Interview finden Sie zum Nachhören hier auf der Seite.

Sie möchten mehr erfahren?

Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt auf ihrer Homepage den Dokumentarfilm Plastic Planet gratis zum Anschauen zur Verfügung. Regisseur Werner Boote lenkt den Fokus auf eine Welt, in der Plastik allgegenwärtig ist und damit problematisch für die Umwelt, Mensch und Tier.
Restlos-Bistro Erfurt
Ein Tag ohne Plastik?

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