Mehr Geld für Südharz

Mehr als vier Millionen Euro wollen Bund und Land in den kommenden Jahren in den Naturschutz im Südharz stecken. Das teilten die entsprechenden Umweltministerien mit. Ganz konkret geht es dabei um den Artenschutz. 

Im Südharz gibt es seltene Trockenrasenflächen, Zwergstrauchheiden und Orchideen-Buchenwälder. Die sind aber in Gefahr, weil es an Weidetieren fehlt, die diese artenreichen Flächen offen halten. Deshalb sollen mit dem Geld Landwirte, die Schafe und Ziegen halten, unterstützt werden - auch bei der Vermarktung ihrer Produkte. Ihnen soll somit langfristig eine Perspektive geboten werden.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat auch konkrete Artenschutzprojekte geplant. Für Feuersalamander, Gelbbauchunken oder Geburtshelferkröten - da werden beispielsweise neue Laich- und Fortpflanzungsgewässer angelegt. Mit dem Artenschutz kann dann natürlich auch der Tourismus in dem Bereich bisschen angekurbelt werden. Hendricks will im Südharz auch Umweltbildung fördern, also Vorträge oder Wanderungen zum Beispiel. Koordiniert wird das Ganze vom Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser. Insgesamt sind bis 2023 rund 4,5 Millionen Euro vorgesehen. Das meiste Geld kommt dabei aber aus Berlin, nicht aus Thüringen.

Dem Freistatt spielt das alles sehr in die Karten, denn im Südharz ist das größten Gipskarstgebiet Mitteleuropas - und das Gebiet will Thüringen als Biosphärenreservat ausrufen lassen. Das wurde jedenfalls so im Koalitionsvertrag von Rot-Rot-Grün vereinbart.

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