Kommunalwahl in Westthüringen

Über anderthalb Millionen Thüringer sind am Sonntag dazu aufgerufen, an die Wahlurnen zu gehen, um Landräte und Bürgermeister zu wählen. 

Im Wartburgkreis will es Landrat Reinhard Krebs von der CDU noch mal wissen. Gegen ihn tritt Stefan Fricke von der SPD an. Krebs ist als Landrat beliebt und der Wartburgkreis steht gut da. Gerade für den Erhalt des Kreises hatte Krebs sich mächtig ins Zeug gelegt - ebenso gegen die geplante Stromtrasse Südlink. Das kam an bei den Leuten. 

Auch die Erfurter haben die Qual der Wahl und müssen sich zwischen 8 Kandidaten entscheiden. Andreas Bausewein will weitere sechs Jahre Oberhaupt der Stadt sein. Nach ganzen 12 Jahren im Bürgermeisteramt hat er sich erneut für die Wahlen am Sonntag aufstellen lassen. Unumstritten ist er aber nicht. Um sich voll und ganz auf das Bürgermeisteramt konzentrieren zu können, hatte er sogar sein Amt als SPD-Landesvorsitzender niedergelegt. Fünf Männer und zwei Frauen versuchen ihn trotzdem zu verdrängen, darunter Marion Walsmann von der CDU. Die Erfurterin wünscht sich "einen Neustart für die Stadt". Für die Linke geht Karola Stange ins Rennen, für die Grünen Prof. Alexander Thumfahrt, für die FDP Marko Enke und für die AfD Stefan Möller. Daniel Stassny versucht für die Freien Wähler/Piraten das Oberbürgermeisteramt zu ergattern. Sebastian Perdelwitz tritt für die neu gegründete Wählerinitiative Mehrwertstadt Erfurt an.

Auch in Eisenach wird am Sonntag ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Die amtierende Bürgermeisterin Katja Wolf von der Linken versucht, ihr Amt zu verteidigen. Durchsetzen muss sie sich dabei gegen drei weitere Kandidaten. Christoph Ihling für die CDU, Michael Klostermann für die SPD und Gregor Modos für die AfD.

Im Landkreis Gotha und im Landkreis Schmalkalden-Meiningen wird es definitiv neue Gesichter geben. Der Gothaer Landrat Konrad Gießmann (CDU) tritt nicht wieder an. Sein Amt übernehmen wollen Holger Kruse (CDU), Onno Eckert (SPD), Stephan Müller (AfD), Steffen Fuchs (Grüne), Jens Seeber (FDP) und der parteilose Klaus Schmitz-Gielsdorf.

Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen kam der Rücktritt von Amtsinhaber Peter Heimrich recht überraschend. Der 48-Jährige hört aus gesundheitlichen Gründen als Landrat auf. Der SPD-Mann Heimrich hatte sich als Macher einen Namen gemacht – und auch der eigenen Partei oft die Stirn geboten, wenn es gegen die Interessen der Bürger oder des Kreises ging. Wer sein Nachfolger wird, ist völlig offen. Möglicherweise könnte es Frauen-Power geben, denn CDU-Kandidatin Christiane Barth und Peggy Greiser, die für Linke und die SPD ins Rennen geht, wollen in die Kreisverwaltung in Meiningen einziehen. Doch die beiden Frauen haben auch männliche Konkurrenz. Die FDP hat mit Hartmut Kremmer einen Taxi-Unternehmer aufgestellt. Er sitzt im Schmalkaldener Stadtrat.

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