Kommunalwahl in Ostthüringen

In ganz Thüringen sind am Sonntag rund 1,58 Millionen Bürger zur Wahl aufgerufen. Ihre Stimme abgeben dürfen auch die 16- und 17-Jährigen - die stellen aber nur einen Anteil von 1,9 %. In Ostthüringen sind es die Landkreise Altenburger Land, Greiz und der Saale-Holzland-Kreis in denen Landrat oder Landrätin neu gewählt werden oder auch alles beim Alten bleibt.

Im Altenburger Land kandidiert für die Linke Michaele Sojka für eine zweite Amtszeit als Landrätin. Gegen sie treten drei weitere Bewerber an: Uwe Melzer für die CDU, Frank Rosenfeld für die SPD und Andreas Sickmüller für die AfD.

Den Landkreis Greiz regiert seit fast einem Vierteljahrhundert Landrätin Martina Schweinsburg. Sie tritt auch am Sonntag für eine weitere Amtszeit an. Für den Landratsposten im Landkreis Greiz gibt es noch zwei Kandidaten: Sven Weber für die Linke und Detlef Zietan für die Interessengemeinschaft für Wirtschaft und Arbeit.

Zwei Amtszeiten, also zwölf Jahre als Landrat hat auch Andreas Heller im Saale-Holzland-Kreis schon hinter sich und tritt nun für Runde Nummer drei an. Drei weitere Kandidaten könnten ihm den Posten streitig machen: die Grünen und die Linke haben Kandidaten aufgestellt, hinzu gesellt sich Einzelbewerber Tobias Gruber. Keine Landratswahlen wird es im Saale-Orla-Kreis geben, denn hier wurde schon im Januar abgestimmt und Thomas Fügmann im Amt bestätigt. Auch Saalfeld-Rudolstadt setzt aus, denn der aktuelle Landrat Marko Wolfram ist erst vier Jahre im Amt. Sein Vorgänger Hartmut Holzhey war nach nur zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden.

Auch im Weimarer Land wird es spannend, denn Amtsinhaber Hans-Helmut Münchberg (parteilos) tritt nicht wieder an. Er war seit 1990 ununterbrochen Landrat des Kreises. Drei Bewerber buhlen um den Posten. Christiane Schmidt (CDU), Julian Schwark (SPD) und Simon Ehrenreich (AfD).

Neu gemischt werden die Karten am Sonntag auch in Sachen Oberbürgermeister. In Ostthüringen betrifft das die kreisfreien Städte Gera und Jena. In Gera treten insgesamt sechs Bewerber um das höchste Amt an. Neben Viola Hahn, die weitere sechs Jahre Stadtoberhaupt bleiben will, gibt es Kandidaten der Linken, der AfD, den Grünen und drei Einzelbewerber.

Der Posten des Stadtoberhauptes scheint in Jena sehr begehrt zu sein, denn hier buhlen gleich neun Kandidaten um die Stimmen der Wähler. Seit 2006 ist Albrecht Schröter der Oberbürgermeister Jenas - und er tritt erneut an. Mit 63 Jahren ist er übrigens der älteste Bewerber für diesen Posten in Thüringen. Aber Jena stellt mit Sandro Dreßler, der 1987 geboren wurde, auch den jüngsten Kandidaten in Thüringen.

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