Kommunalwahl in Nordthüringen

Am Sonntag wird es auch im Thüringer Norden spannend. Die hauptamtlichen Bürgermeister und Landratsposten sollen vielleicht neu besetzt werden. Der Landkreis Eichsfeld wird seit gefühlten 100 Jahren nicht nur von der CDU, sondern auch von Dr. Werner Henning regiert. Seit 1990 ist der 61-Jährige unentwegt der Landrat des Eichsfelds. Und: der Mann ist im Volke beliebt, sodass er sich eigentlich den Wahlkampf sparen könnte.

In der Eichsfelder Kreisstadt Heilbad Heiligenstadt wird auch noch ein neuer Bürgermeister gewählt. Nach einem Überraschungssieg vor sechs Jahren war das Thomas Spielmann als Parteiloser, er hofft auf eine Fortsetzung. Sein einziger Herausforderer ist Thadäus König von der CDU - heißt de facto: am Sonntagabend kennen wir den neuen Bürgermeister, der vielleicht der alte ist oder auch nicht.

Ähnlich ist die Situation im Unstrut-Hainich-Kreis, hier regiert Harald Zanker seit 1994. Unumstritten ist der Sozialdemokrat nicht, doch mangelte es immer an passenden Herausforderern. Ob das Klaus Zunke-Anhalt von der CDU in diesem Jahr sein wird, kann bezweifelt werden. Auch hier wird es also keine Stichwahl geben.

Der SPD-Mann Johannes Bruns will auf jeden Fall in Mühlhausen weiter regieren und muss sich gegen drei Kontrahenten, darunter zwei Einzelbewerbern durchsetzen. Das wird ihm sicher gelingen, doch um eine Stichwahl kommen die Mühlhäuser vermutlich nicht herum.

Auch die Wähler in Bad Langensalza müssen sich auf zwei Wahlgänge einstellen, schließlich wollen hier sieben Frauen und Männer die Nachfolgeschaft von Bürgermeister-Urgestein Bernhard Schönau antreten.

Ein Blick in den Kyffhäuserkreis: In Sondershausen geht mit dem Ruhestand von Joachim Kreyer auch eine Ära zu Ende und auch hier kann aus sieben Kandidaten gewählt werden. Etwas übersichtlicher wird es bei den Landratswahlen. Obwohl Amtsinhaberin Antje Hochwind die absolute Favoritin ist, wird vor allem das Abschneiden des AfD-Kandidaten Björn Hornschuh beobachtet.

In Nordhausen geht es ruhig zu, denn hier wird weder ein Landrat noch ein Oberbürgermeister für die Kreisstadt gewählt. Das haben die Menschen der Rolandstadt in den Jahren 2017 und 2015 hinter sich gebracht. Gewählt wird in Bleicherode, in Harztor und in Ellrich und nur in Ellrich gibt es zwei Bewerber. In Bleicherode und Harztor gibt es eigentlich keine Wahl.

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