Endgültiges Aus für Generatorenwerk Erfurt?

Es ist vielleicht das Endgültige Aus für das Siemens Generatorenwerk in Erfurt. Laut Manager Magazin sind die Verhandlungen mit dem einzigen Kaufinteressenten geplatzt. Unterdessen will der Siemens-Konzern die Gespräche über die Zukunft seiner Kraftwerkssparte ergebnisoffen führen. Das hat eine erste Gesprächsrunde von Arbeitnehmervertretern und Management ergeben.

Darüber hat der Betriebsrat des Erfurter Generatorenwerks in der Siemens Task Force im Wirtschaftsministerium informiert. Das Unternehmen habe zugesagt, Alternativen zu Standortschließungen oder Standortverkäufen ernsthaft zu prüfen. Zwei weitere Gespräche soll es im Februar und März geben - dort soll es dann laut Manager Magazin unter anderem auch um Jobchancen für die Erfurter Mitarbeiter gehen. 

Irritiert hat sich die Siemens Task Force dem Ministerium zufolge über Äußerungen von Konzernchef Joe Kaeser beim Weltwirtschaftsforum in Davos geäußert. Dort habe Kaeser wohl gesagt, dass die Weiterentwicklung der Gasturbinen-Technologie auf dem amerikanischen Markt vorangetrieben werden soll. Auch wenn Erfurt als Generatorenwerk davon nicht unmittelbar betroffen wäre, sei dies verwunderlich, hieß es. Offensichtlich lohne es sich, weiter in neue, effizientere Energieerzeugungstechnologien zu investieren. Dann sei die Forderung der Arbeitnehmervertreter nachvollziehbar, dass davon gerade auch deutsche Standorte profitieren müssten.

Siemens hatte angekündigt, in der Kraftwerks - und der Antriebssparte weltweit rund 6900 Arbeitsplätze zu streichen, etwa die Hälfte davon in Deutschland. Das Generatorenwerk in Erfurt sollte verkauft werden.
Endgültiges Aus für Generatorenwerk?

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