Einigung zwischen Gerstungen und K+S

Der jahrelange Streit über die Entsorgung von Salzabfällen aus der Kaliproduktion zwischen dem K+S-Konzern und der Gemeinde Gerstungen ist beigelegt. Dank einer Unterschrift. Gerstungens Bürgermeisterin Sylvia Hartung und der K+S-Vorstandsvorsitzende Burkhard Lohr haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Der Salzhersteller wird darin in die Pflicht genommen: er wird Gerstungen einen einstelligen Millionenbetrag zahlen. Das Geld soll für Ausbau und Sanierung des Trinkwassernetzes der 6000-Einwohner-Gemeinde fließen, sagte uns Bürgermeisterin Sylvia Hartung:

"Es ist ein Handlungskonzept entworfen worden, das beinhaltet das Bohren mehrere neue Brunnen, Brunnen wieder zu ertüchtigen die schon mal stillgelegt waren, aber nicht durch Versalzung, und auch ein Hochbehälter wieder zu ertüchtigen oder zu erweitern um letztendlich die 600 Kubikmeter pro Tag zur Verfügung zu stellen die zusätzlich benötigt werden - die uns praktisch vor Jahren schon weggefallen sind durch versalzte Brunnen."

Gerstungen zieht im Gegenzug die Klagen gegen die Salzwasserversenkung zurück. Die Gemeinde hatte stets kritisiert, dass die Versenkung von Salzabwässern im hessisch-thüringischen Kalirevier das Trinkwasser der Gemeinde gefährde. Bürgermeisterin Sylvia Hartung ist jetzt natürlich froh über die Einigung:

"Für die Region ist es denke ich unheimlich wichtig, ich bin da auch wirklich sehr froh, dass wir uns da gefunden haben an der Stelle. Denn es ist ja immer eine Konfliktsituation auf der einen Seite die Arbeitsplätze, auf der anderen Seite aber auch die Sicherstellung der Trinkwasserqualität für unsere Bürger hier in Gerstungen und so ist doch ein gewisser Frieden in der Region wiederhergestellt, hier vor Weihnachten, was Schöneres kann nicht sein."

K+S ist für seine Produktion auf Entsorgungswege wie die Versenkung angewiesen. Der Konzern hat nun Rechtssicherheit. Die Einigung gilt für 30 Jahre. Teil der Vereinbarung ist auch, dass sich Gerstungen auch für ein Ende der Klagen gegen einen anderen Entsorgungsweg von K+S einsetzt: die Einleitung von Kalilauge in die Werra. K+S-Vorstand Lohr gilt als treibende Kraft hinter den Verhandlungen. Er hatte Bürgermeisterin Sylvia Hartung persönlich angerufen.
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