Coffee To Go Pfandsystem in Erfurt

Es ist so bequem und doch ein großes Ärgernis: Der hohe Verbrauch von Bechern für den "Kaffee zum Mitnehmen". In Erfurt werden jährlich über 7 Millionen Einwegbecher benutzt und danach weggeschmissen. Das hat die Deutsche Umwelthilfe jetzt in einer Studie veröffentlicht. Doreen Pelz weiß mehr:

Einwegbecher bedeuten viel Müll und entsprechend volle Papierkörbe. Doch das muss nicht sein. Mit Mehrwegbechern lässt sich der Kaffee unterwegs umweltfreundlich und komfortabel trinken – Kaffee holen, austrinken und Becher wieder abgeben oder wieder benutzen. Gemeinsam mit den Erfurter Stadtwerken und dem Verein "UmSo Aktiver" möchte die Stadt mobile Kaffee- und Teetrinker, aber auch die Anbieter von mobilen Heißgetränken motivieren, Mehrwegbecher zu nutzen. Dabei wird das bundesweite Mehrwegbecher-Poolsystems „reCup“ genutzt. Wie genau das aussieht, hat uns Ulrike Nonn erklärt. Sie ist die Chefin des Erfurter Restlos Bistros, das bei der Aktion schon mitmacht: 

"Bei dem Pfandsystem ist es natürlich so, dass man immer wieder einen sauberen Becher bekommt, auch wenn ich einen abgebe und mir einen neuen Kaffee kaufe, krieg ich das nicht wieder in den Becher rein, sondern krieg einen Durchgetauscht, der wird ganz normal in der Spülmaschine gespült, so wie ein normaler Teller in der Gastwirtschaft auch, der wird ja auch in die Spülmaschine getan. Bei selbst mitgebrachten Bechern, ist die Verantwortung beim Gastronom, der muss gucken, ob der Becher sichtbar sauber ist, also der darf auch nicht schon benutzt sein. Und wir arbeiten mit einem Tablette-System, dass ich den Becher gar nicht erst anfassen muss."

Nonn ist außerdem die Stellvertrende Vorsitzende des Umso Aktiver Vereins, der viel in Erfurt verbessern möchte.

"Der Umso Aktiver e.V. hat sich im Frühjahr diesen Jahres gegründet, um so ein bisschen aktiven Umweltschutz in dieser Stadt zu betreiben und das Ziel ist, gemeinnützig zu sein, sozial zu sein und hauptsächlich was für die Umwelt zu tun."

Inzwischen machen bereits mehrere Erfurter Gastronomen freiwillig mit, darunter auch das Puschkin in der Puschkinstraße und das Café Hilgenfeld am Domplatz. Über die neue Kampagne sollen noch mehr Restaurants und Cafés, aber auch jeder Erfurter Kaffeetrinker von dem Pfandsystem überzeugt werden. 

Erfurt ist aber nicht die einzige Thüringer Stadt mit Pfandsystem. In Weimar werden unter dem Motto "Coffee to go again" ebenfalls Mehrwegbecher in bisher acht Cafés ausgegeben. 

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