Arbeitsgruppe soll Waldstilllegung organisieren

Im neuen Jahr soll in Thüringen eine Arbeitsgruppe die Waldstilllegung unter anderem im Possen organisieren. Drei Jahre haben das Umweltministerium und das Forstministerium um die beste Lösung gerungen, das Ziel aus dem rot rot grünen Koalitionsvertrag umzusetzen - und zwar sollen insgesamt 5 Prozent der Thüringer Waldflächen still gelegt werden.

Dabei stand nie das "Ob" sondern immer nur das "Wie" im Mittelpunkt, sagte Forstministerin Birgit Keller bei der Präsentation der Pläne. Eine Waldflächenstilllegung müsse gut vorbereitet und abgestimmt sein. Mit der gemeinsamen Vereinbarung zwischen Umweltministerium und Forstministerium sei man ein gutes Stück vorangekommen. Für die offenen Fragen wurde eine Arbeitsgruppe zwischen den Ministerien und ThüringenForst vorgeschlagen. Die soll unter der Leitung der beiden Staatssekretäre im Januar ihre Arbeit aufnehmen. Sie soll unter anderem die exakten Flächen auf dem Possen festlegen, die angrenzenden Waldbesitzer mit einbinden und Waldwege identifizieren.

Die Vereinbarung sieht vor, dass in Thüringen bis 2029 gut 26.000 Hektar Wald stillgelegt werden. ThüringenForst steuert 1.000 Hektar im Possen dazu bei. Für das Forstministerium ist ein wichtiger Kernpunkt der Einigung: die Entschädigung von ThüringenForst für den Nutzungsausfall am Possen in Höhe von 295.000 Euro pro Jahr: Außerdem einen Ausgleich für die Fixkosten bei stillgelegten Flächen beispielsweise zur Erhaltung der Waldwege oder die Verkehrssicherung. Außerdem wurde vereinbart, dass es am Possen eine NATURA 2000 Station geben soll, die sich dort um den Tier- und Naturschutz kümmert.

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