LandesWelle Thüringen

26.Juni 2007

Herr Bender, wir müssen prüfen, ob Sie gefährlich sind

Gestern habe ich ja in Dresden den ersten Platz beim Hörfunkpreis Mitteldeutschland gemacht (siehe unten). Jetzt wollte ich von dort aus nach München reisen, zu Freunden.

Auf der Bahn-Homepage schaute ich nach den Verbindungen und Preisen und bekam Angst. Das ist teuer. Trotz meiner Bahncard! Bei einer Billigfluglinie fand ich dann dieses unmoralische Angebot: Dresden – München für 29 Euro, inklusive aller Steuern. Natürlich habe ich gebucht!

Heute früh fiel mir dann ein, daß die Sicherheitsbestimmungen im Flugverkehr ja recht scharf sind. Die Kanten der Trophäe, die ich beim Hörfunkpreis bekam auch. Darf man so was mit in die Kabine nehmen?

Ich rief beim Flughafen an, wo sich eine freundliche junge Dame meine Nummer notierte, um sich zu erkundigen. Kurz darauf die Antwort: Nehmen Sie die Trophäe mit – wir entscheiden vor Ort. Auf jeden Fall wird es irgendwie funktionieren. Super.

Als der Mann am Gepäck-Röntgen-Gerät mit ernster Mine auf meinen Rucksack zeigt und ich die Trophäe raushole (eingewickelt in die Dresdner Neuesten Nachrichten von gestern), gesellt sich direkt ein junger Mann von der Bundespolizei dazu. Der Sicherheitsmann begutachtet die Trophäe und gratuliert! Aber er sagt: „Herr Bender, wir müssen prüfen, ob Sie gefährlich sind“ und zwinkert mir zu. Der BuPo-Mann sagt, sie seien schon vor ein paar Stunden informiert worden, daß ich komme.

Die Entscheidung: Ich bin ungefährlich, beziehungsweise die Trophäe. Die beiden wünschen mir einen guten Flug.

Jetzt beginnt mein Urlaub! Deshalb wird es kaum noch normale Blog-Einträge geben in den nächsten Tagen. Aber ich hab mir was anderes ausgedacht… schauen Sie bald wieder rein!

26.Juni 2007

Hier reinhören – Bender im Knast

Der Beitrag, mit dem ich gestern (25. Juni) beim Hörfunkpreis Mitteldeutschland gewonnen habe (siehe Tagebuch-Eintrag unter diesem hier), lief ja “nur “ein Mal bei LandesWelle. Falls Sie es verpasst haben – hier isser noch mal ;-)

26.Juni 2007

Unvergessliche Momente

Ist es nicht verrückt, was einem durch den Kopf schießt, wenn man eigentlich an ganz andere Dinge denken sollte?!

Gestern (25. Juni) ist in Dresden der Rundfunkpreis Mitteldeutschland 2007 verliehen worden. Jana Münchhof und ich hatten jeweils was eingeschickt. Bei ihr war es um Daniela, eine Thüringerin, die nach Irland auswandert, weil sie dort einen guten Job gefunden hat – und hier nicht. Ich hatte einen Beitrag eingeschickt der erzählt, wie ich 24 Stunden in der JVA Tonna verbracht habe. Beides konnten Sie vor einigen Monaten bei LandesWelle hören.

Wir wußten nicht, ob wir nominiert würden und vielleicht sogar einen Preis gewinnen.

Gestern, 18 Uhr: An der Leinwand läuft ein Info. Infos über den Runfunkpreis Mitteldeutschland. Die erste Kategorie: Bester Beitrag (34 Bewerber). Unter den Nominierten wird Jana nicht genannt, aber ich. Auf der Bühne stehe ich nun mit zwei Mitanwärtern, es werden Ausschnitte aus unseren Beiträgen eingespielt.

Wer gewinnt den Hörfunkpreis?

Ich denke: “Hoffentlich muß ich niemandem die Hand schütteln… die Hände sind naß geschwitzt. Ob die sehen, daß mein Hemd Samba tanzt, weil das Herz so rast? Ich hab Durst. Der Hals ist trocken. Sagt man was, wenn man sowas gewinnt?

“Der Gewinner ist: Bastian Bender von LandesWelle Thüringen, mit dem Beitrag “Bender im Knast”? Was? Den kenn ich! ;-) Das kann jetzt nicht wahr sein, oder? Trotz Anzug, trotz Jury-Mitgliedern (erste Reihe, links) und Politik (erste Reihe, rechts), trotz noblem Pianisten – ich freu mich wie ein Kind. Bekomme eine Urkunde.

Anschließend drückt mir die Frau im Blümchenkleid die Trophäe in die Hand und sagt. “Die ist nicht so schwer, wie sie aussieht”! Ich hab keine Ahnung, ob sie vielleicht die Frau auf der Seitenbühne meint, die alles anreicht. Aber die Trophäe IST schwer. Anschließend bekomme ich noch einen Brief und ‘nen Strauß.

Diesen Preis zu gewinnen, ist im Grund genommen, wie eine Shoppingtour mit Frauen – nur ohne Henkel. Viel Tragarbeit. Schweiß. Emotionale Höhen und Tiefen.

Ich bekomme Hände geschüttelt, grinse in zwei Kameras. Bemühe mich nichts fallen zu lassen. Und denke nur – wenn Dir die Trophäe runterrasselt – ich ändere meinen Namen und werde Kosmonaut. Ich laufe danach die Treppen runter, zu meinem Platz, wo der Geschäftsführer, sein Assistent und Jana warten. Große Party. Aber glauben, was da gerade passiert ist, kann ich nicht.

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Ich schicke sofort eine SMS an meine Familie. Eigentlich ist alles perfekt – aber warum hat Jana nicht gewonnen? Ihr Beitrag war spitze. Ich hab ihn ein paar mal angehört und immer was Neues entdeckt.

Die Antwort ist der Sonderpreis! “Daniela wandert aus” wird kurz vor Schluß ausgezeichnet. Es gibt keine Trophäe, aber trotzdem sehr viel zu tragen für Jana. Und Geld. Auch sie schüttelt Hände. Und auch sie versteht nicht so wirklich, was da gerade passiert.

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Und als Preisträger des Rundfunkpreises Mitteldeutschland, verlassen wir spät nachts das Gebäude – natürlich nur, um in der Innenstadt weiter zu feiern.

Sie hat morgen den Dienst getauscht – und ich mach jetzt Urlaub!

Eine sehr gute Freundin, die mich abends anruft fragt, ob ich nicht eigentlich damit gerechnet hatte. Nein. Ich habe es mir sehr gewünscht – aber daß gerade rechts neben mir mein allererster Preis steht, das kann ich immer noch nicht fassen.

Und was ich noch sagen wollte: DANKE FABIAN JIMENEZ!!! Er sitzt bei LandesWelle im Produktionsstudio und sorgt für den richtigen Sound, das hat er auch beim Knast-Beitrag gemacht. Und deshalb geht der Preis natürlich auch an ihn.

22.Juni 2007

Unglaublicher Shopping-Freitag für Nicole Beyer aus Saalfeld!

“Normalerweise spare ich an mir” – sagt Nicole Beyer aus Saalfeld. Die alleinerziehende Mutter arbeitet viel und probiert, ihrer Tochter viel zu ermöglichen. Doch das geht nur, wenn sie zurücksteckt.

Jetzt durfte sie mal NICHT darüber nachdenken, was bezahlbar ist. “Benders unglaublicher Shopping Freitag” heißt:

- 500 Euro für Sie
- Zwei Stunden Zeit
- Ein Geschäft in den Gera Arcaden. Welches, bestimme ich!

Nicole habe ich zu Intersport geschickt. Begeisterung bei ihr: Ihre Tochter brauchte dringend Sportkleidung für den Unterricht.

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Außerdem kaufte Nicole einen Badeanzug für die Mutter, ein Basecap für den Neffen, T-Shirts für die Schwester außerdem noch einen riesgen Haufen an Kleidungs- und Sportartikeln für die Tochter. Für sich kaufte Nicole nur ein paar T-Shirts. “Weil’s mich glücklich macht, wenn sich andere freuen macht. Ich will Teilen!”

500 Euro in zwei Stunden. Diesen Tag wird Nicole nie vergessen. Und wann erleben Sie Benders unglaublichen Shopping Freitag? Jetzt anmelden!

Und hier können Sie noch mal hören, was die schönsten Momente waren.

22.Juni 2007

Noch ein komisches Klo…

LandesWelle-Hörer Matthias hat noch was merkwürdiges entdeckt. Eine Seite (wieder aus Österreich) mit ‘nem Online-Panorama-Klo. Wenn Sie diese Seite für geschmacklos halten – Sie haben mein vollstes Verständnis ;-)

Die Vorschau:

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Der Link: www.panoramaklo.at

22.Juni 2007

Verrückte Toilette in Neuseeland!

Ich bin ja weiter auf der Suche nach verrückten Toiletten. In Thüringen und dem Rest der Welt. Was haben Sie erlebt? Schicken Sie mir eine eMail oder schreiben Sie unten einen Kommentar. Und Fotos? Gerne!

Sylvia Tetzlaff schreibt:

Wir waren den ganzen März 2007 in Neuseeland und haben dort einen Toilettenvorraum gesehen, über den wir herzlich lachen konnten. Ich schicke ein Bild und hoffe auch anderen Hörern und Eurem Team Freude zu bereiten.

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Viele Grüße übrigens an Scholle. Er kann sich vielleicht noch an meinen Sohn erinnern, mit dem er aus Neuseeland telefoniert hat. Er ist für ein Jahr dort in Queenstouwn auf der Südinsel als Koch im Mercure Grand Hotel St. Moritz. Daniel fühlt sich dort sehr wohl, obwohl er natürlich auch Sehnsucht, vor allem aber nach seiner Freundin Kathy hat. Er spricht nun fließend Englisch und sein Chef ist begeistert von ihm. Ich bin verdammt stolz auf ihn, das könnt Ihr mir glauben.

Verrücktes Bild, oder? Was ich erst beim zweiten Betrachten gesehen habe: Die zwei Personen vorne sind echt, die Menschen dahinter gemalt. Tolle Idee. Mehr davon! :-)

21.Juni 2007

Hilfe! Die Blume geht nicht!

In dem Gesicht der jungen Frau war die bloße Panik zu sehen!

Gestern, 20:57 Uhr, im Kaufland (hat bis 22 Uhr geöffnet). Ich habe gerade meine Sachen auf’s Band an der Kasse gelegt. Da ruft die Kassiererin nebenan rüber: “Die Blume geht nicht”. Was ist passiert, frage ich mich?

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- Sie hat festgestellt, daß man mit Wurzeln nicht laufen kann?

- Der Akku der Pflanze ist alle?

- Die Blume wurde ausfällig? Das geht ECHT gar nicht!!

Nein – das Etikett hatte wohl ‘nen Schaden. Die Pflanze ließ sich nicht einscannen. Das Kaufland-Notfall-Einsatzkommando wurde per Telefon nach der Artikelnummer gefragt – und alles wurde gut…

21.Juni 2007

Noch mehr verrückte Toiletten?

Nicht in Thüringen, aber in Wien hat Regina aus Schleusegrund eine witzige Toilette entdeckt und mir Bescheid gesagt:

Die Operntoilette ist am Eingang von einer U-Bahn-Station. Und die ist direkt an der Oper. Ich habe leider kein Foto, aber vielleicht findest Du eins im Netz?

Ja, habe ich gefunden! Auf dieser Seite hat ein Tourist seine Erfahrungen auf der Toilette geschildert (englisch). Und Fotos hochgeladen.

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 Die Grünen in Wien finden die Opern-Toilette dagegen geschmacklos und Frauenverachtend. “Die Mundpissoirs und das damit repräsentierte Bild von Frauen und Männern ist eine Zumutung für alle Wienerinnen und Wiener wie auch für alle Touristinnen und Touristen” – schreibt Monika Vana, Stadträtin.

Nachtrag: Ein Blogleser aus Wien hat ‘nen Kommentar geschrieben: “die mund-pissoirs wurden inzwischen auf grund des öffentlichen druckes abmontiert und bei ebay für einen guten zweck versteigert. brachten insgesamt 8000 euro ein. der klobetreiber hat jetzt andere “lustige” pissoirs in auftrag gegeben. liebe grüße aus wien!!”

Und ich suche weiter! Wo gibt es verrückte Toiletten in Thüringen, Deutschland und dem Rest der Welt? Schicken Sie mir eine Mail. Gerne mit Foto.

20.Juni 2007

In Jena schauen Frauen beim Pinkeln zu

Ich finde ja Toiletten spannend. Die Aufkleber, die da manchmal kleben, die Sprüche an den Wänden. Witzig. Meine Eltern behaupten, daß ich schon als Kind auffällig oft auf Gaststätten-Klos verschwunden bin. Natürlich haben sie nicht Recht. Aber ich erinnere mich an eine Bayrische Toilette, auf der in die Klobrille Stacheldraht eingegossen worde. Sieht also so aus, als würde es beim hinsetzen weh tun. Lustig!

Als ein Kumpel von mir die Geschichte erzählt hat, dachte ich, der hat einfach zu viel getrunken. Er ist Musiker und war in Jena aufgetreten: “Da schauen Dir Frauen beim Pinkeln zu”! Hä??!!

Stimmt aber wirklich. Im Hotel Schwarzer Bär sind die Toiletten am Saal renoviert worden. Hotelier Helmut Osburg und seine Kollegen überlegten, wie sie die Räume ein bisschen anders gestalten können. Der Tipp kam aus Neuseeland: Da gibt es ein 7-Sterne-Hotel, in dem man beim Pinkeln beobachtet wird – von gemalten Frauen.

Eine Werbeagentur aus Weimar machte die Fotos mit Thüringer Models, die Fotos wurden festgeklebt. Und jetzt schauen einem die Frauen “dabei” zu.

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Kennen Sie auch so eine verrückte Toilette? Dann schreiben Sie mir eine Mail – so Sachen finde ich ja klasse.

20.Juni 2007

Sonne und Unwetter

“Vom Norden her zieht das Unwetter in Richtung Süden” – hörte Marco aus Sonneberg, als es bei ihm noch schön war. “Bei uns scheint die Sonne, bei 34 Grad im Schatten”!

Da ging direkt vor dem LandesWelle-Funkhaus schon fast die Welt unter. Schaun Sie mal: Der Regen schäumte zwischendurch sogar…

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